Besuch von Besserbissen: Interview mit einem Küchenprofi

Besuch von Besserbissen: Interview mit einem Küchenprofi

Über Besuch in der Gewürzmanufaktur freuen wir uns immer sehr. Diesmal war Torsten Kluske da, um uns persönlich kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Mit seinem Küchenwissen bereichert er auf Instagram über 200.000 Menschen. Auch auf YouTube ist er mit über 40.000 Abonnenten ein gefragter Kochprofi. Hier bekommst du einen kleinen Einblick in seinen Besuch und erfährst, welche Antworten er auf unsere Fragen parat hatte.

Zwei Tage rund um Gewürze und Küchenwissen

Wenn er schon mal direkt vor Ort ist, konnte Torsten es sich nicht nehmen lassen, auch selber Hand anzulegen und ein Gewürz abzufüllen. Neben einer Führung durch unsere Manufaktur, gab's also auch ein kleines Special: Paprika Tap de Cortí - frisch abgefüllt in der Besserbissen-Edition.

Mehr von unserer gemeinsamen Zeit gibt's hier zu sehen:

Das darf in keiner Küche fehlen

Auch das war in unseren Gesprächen natürlich Thema. Für Torsten eindeutig: anständige Messer! Und abgesehen davon natürlich die richtigen Gewürze. Mit den 10 Gewürzen in unserer Grundausstattung geht er total mit - doch er würde diese noch um eine Handvoll ergänzen. Daraus ist eine Idee entstanden: Eine Besserbissen Edition der Direkt vom Feld Grundausstattung.

Das heißt: neben den 10 Gewürzen, die du sowieso mit unserer Grundausstattung bekommst, wird es für einen fairen Preis noch das dazu geben:

Damit steht einem sauberen Neustart in der Küche nichts mehr im Weg.

Interview mit Torsten Kluske

Bei dieser Chance wollten wir mal genauer nachfragen und haben Torsten folgende Fragen gestellt.

Was würde man bei dir auf Instagram vom ersten Eindruck her falsch einschätzen?

Ich glaube, gar nichts. Wenn man sich zwei Videos anguckt, weiß man, wer ich bin und was man kriegt. Es ist wenig Show, relativ ruhig und gediegen. Ich koche die Rezepte, während ich drehe. Was man sieht, das kriegt man. Wenn irgendwas nicht schmecken würde, würde ich es gar nicht filmen.

Warum machst du den Aufwand? Was ist das Geschenk, das bei deinen Followern ankommen soll?

Der Hauptanreiz ist zu zeigen, dass Kochen einfach ist, wenn man einen Einstieg findet. Ich versuche, den Anfang zu bieten: wenig Zutaten, leichte Rezepte und Geling-Sicherheit. Man soll die Angst verlieren. Wenn es mal nicht klappt – mein Gott, dann probiert man es morgen noch mal. Kochen ist keine Hirn-OP. In der Kochszene werden Sachen oft unnötig verkompliziert, manchmal um sich selbst herauszustellen. Ich kämpfe dagegen an. Mit ein bisschen Übung und guten Anleitungen kann jeder kochen. Es ist keine Raketenwissenschaft.

Wenn du heute noch mal ein weißes Blatt Papier hättest oder noch mal anfangen müsstest, was würdest du eventuell anders machen?

Ich bin Quereinsteiger. Meine Eltern hatten eine Fleischerei, da war Kochen immer Thema. Irgendwann habe ich angefangen, für unseren Sohn zu kochen. Im Nachhinein würde ich sagen: Wenn ich ein gutes Konzept an die Hand bekommen hätte, hätte das einiges abgekürzt. Kochbücher sind oft nur Rezeptsammlungen, aber man lernt nicht wirklich was. Es ist wie eine Sprache lernen: Mit Konzept geht es schneller.

Wann ist für dich ein Gericht perfekt?

Ein Gericht ist perfekt, wenn man nichts mehr weglassen kann. Man fängt oft mit Salz und Pfeffer an, entdeckt dann neue Gewürze und verfällt in diese Hybris zu denken: "Krass, was ich alles kann" und haut überall alles rein. Dann wird es viel zu viel und wirkt einfach nur drüber. Wenn man aber dranbleibt, kommt man zwangsläufig in die Phase, in der man wieder weglässt – manchmal bis auf die Grundsätze wie Salz und Zucker. Erst mal zurück zur Basis und dann gezielt einzelne Sachen dazu. Das macht für mich ein gutes Gericht aus.

Wie würdest du deine Art zu kochen oder deine Art zu würzen einschätzen?

Ich habe viel durch die Fleischerei meiner Eltern mitbekommen. Es ist erstaunlich, wie viele spezielle Gewürze in Wurstwaren stecken: Macis, also Muskatblüten, Thymian oder Kardamom. Wenn man die Zutatenliste liest, denkt man fast an ein orientalisches Gericht, dabei ist es eine Bratwurst. Diesen Ansatz finde ich super: Ein spezielles Produkt, das nach speziellen Gewürzen verlangt. Das lässt sich perfekt aufs Kochen übertragen: Erst mal lieber weniger als mehr. Es sind die kleinen Kombinationen, die aus zwei Zutaten dann eben doch fünf machen.

Was ist denn so eine Kombination?

Zimt und Lorbeer in einer Tomatensauce sind eine Kombination, bei der man am Ende nur noch am Rumrätseln ist, was das eigentlich ist. Man darf da ruhig mal ein bisschen Gas geben: Ich habe ein Rezept, da kommen auf 500 g Tomaten zwölf Lorbeerblätter und dazu nur eine Spur Zimt. Oft wird ja nur ein einzelnes Blättchen reingetan, was eigentlich gar nichts bringt. In Indien lachen die uns wahrscheinlich aus, wie wir würzen. Aber diese spezielle Mischung führt einen geschmacklich auf komplett falsche Wege und schmeckt einfach super.

In der deutschen Influencer-Welt gibt es da irgendeine Sache, wo du mit Skepsis drauf blickst oder was dich am meisten nervt?

Mich nervt es ein bisschen, wenn eine Sache zum Trend wird und es plötzlich alle nachmachen. Oft kriegt man Kochvideos von zehn verschiedenen Leuten, die alle exakt das gleiche Rezept zeigen. Das finde ich anstrengend. Ich bin da meistens hinten dran und mache Dinge erst, wenn sie gar kein Trend mehr sind, weil ich es oft gar nicht mitbekomme. Dabei ist es doch viel schöner, einfach mal was Individuelles zu machen und gegen den Trend zu gehen.

Was hat sich in den letzten Jahren in deinem Job am meisten verändert?

Bis Ende 2023 hatte ich 3.000 Follower bei Instagram, dann habe ich ein Video gepostet, das plötzlich einschlug. Danach kam eine Phase, in der ich zeitweise 6.000 neue Follower pro Tag hatte. Innerhalb eines halben Jahres ging es so von 3.000 auf 100.000 Follower hoch und ist seitdem beständig auf über 200.000 gewachsen. Das war die krasseste Änderung: weg von den persönlichen Kochkursen mit etwa zwölf Leuten hin zu einfachen Rezepten im Internet. Das war und ist bis heute eine wirklich spannende Erfahrung.

Und jetzt noch eine Frage zu unserer Zusammenarbeit: Warum ist es aus deiner Sicht ein Match?

Die Zusammenarbeit funktioniert einfach, weil die Produkte gut sind – das kann man nicht schönreden. Mir kommt es in erster Linie nicht aufs Geld an, sondern darauf, ob das Produkt überzeugt; bei Gewürzen riecht und schmeckt man ja sofort, ob das passt. Ich habe nur wenige Kooperationspartner aus unterschiedlichen Bereichen und mir ist wichtig, dass ein Thema so viel hergibt, dass man viele Videos damit füttern kann. Feste Partner sind mir lieber als Einmal-Anfragen, bei denen das Thema schnell auserzählt ist. Das war hier einfach das Match: Ihr habt mir Sachen geschickt und das sind einfach gute Sachen.

Wir sagen Danke!

Es war ein toller Austausch mit Torsten und seiner Familie. Außerdem sind wir sehr dankbar für die super Zusammenarbeit und freuen uns auch weiterhin auf wertvolle Videos rund um Küchenwissen und Gewürze.

Welche Themen würden dich näher interessieren? Schreib es uns gern in die Kommentare.🧡

Einen Kommentar hinterlassen

Kommentare müssen genehmigt werden, bevor sie veröffentlicht werden.

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.