Manchmal steht man vor dem Regal und denkt: Balsamico kenne ich. Aber was ist eigentlich Condimento? Die kurze Antwort: Balsamico und Condimento sind verwandt, aber sie sind nicht dasselbe. Und wenn man den Unterschied einmal verstanden hat, greift man in der Küche viel sicherer zur richtigen Flasche.
Was ist Balsamico?
Wenn wir von Balsamico sprechen, meinen wir meist den dunklen Aceto Balsamico. Er wird aus Traubenmost und Weinessig hergestellt und reift anschließend im Holzfass.
Je nach Art gibt es unterschiedliche Vorgaben. Besonders streng sind die des traditionellen Aceto Balsamico di Modena DOP. Er besteht ausschließlich aus gekochtem Traubenmost und reift mindestens 12 Jahre. Alltagstauglicher ist der Aceto Balsamico di Modena IGP. Er reift mit mindestens 60 Tagen deutlich kürzer, bringt aber trotzdem diese typische Mischung aus fruchtiger Süße, angenehmer Säure und dunkler Tiefe mit.
Guter Balsamico schmeckt nicht einfach nur sauer. Er ist rund, fruchtig, leicht süß und hat oft eine schöne Tiefe durch die Reifung im Holzfass.

Was ist Condimento?
Condimento bedeutet erstmal ganz schlicht: Würzmittel.
Bei Condimento gibt es weniger feste Vorgaben als bei Balsamico DOP oder IGP. Das kann gut oder weniger gut sein. Denn dadurch gibt es sehr hochwertige Condimenti, deren kreative Rezepturen unter starren Regelungen wohl nie kreiert worden wären, aber eben auch einfache Mischungen.
Unser Condimento Bianco besteht aus dem Most heller Trebbiano-Trauben und Weinessig. Die Acetaia Marchi lässt ihn in einem hellen Holzfass für kurze Zeit reifen. Dadurch bleibt es hell, frisch und milder als dunkler Balsamico.

Wie unterscheiden sich Balsamico und Condimento geschmacklich?
Dunkler Balsamico ist kräftiger. Er schmeckt fruchtig, süß-säuerlich, intensiver und oft etwas tiefer. Er bringt dunkle Farbe ins Gericht und rundet es ab.
Condimento Bianco ist heller, frischer und feiner. Es schmeckt milder, fruchtig und angenehm säuerlich, ohne ein Gericht dunkel zu färben oder zu stark zu dominieren.
Man könnte sagen: Balsamico bringt Tiefe. Condimento Bianco bringt Frische.
Wann nehme ich Balsamico – und wann Condimento Bianco?
Dunkler Balsamico passt immer dann gut, wen ein Gericht etwas mehr Süße, Säure und tiefe vertragen kann. Jüngere Balsamicos eignen sich gut für Dressings und Marinaden, länger gereifte nutzt man besser sparsam als Finish. Condimento Bianco ist perfekt, wenn du Frische und feine Säure einbringen willst, aber keine dunkle Farbe.
| Balsamico passt gut zu ... | Condimento passt gut zu ... |
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Tomaten und Caprese Burrata, Ziegenkäse oder Parmesan gegrilltem Gemüse kräftigen Salaten Fleisch und Fisch Risotto Suppen und Eintöpfen Erdbeeren oder Obstsalat |
hellen Salaten Fisch und hellem Fleisch Tofu Burrata oder Zeigenkäse Obstsalat Beeren sommerliche Dresssings Drinks mit Mineralwasser |
Woran erkenne ich gute Qualität?
Egal ob Balsamico oder Condimento: Der Blick auf die Zutatenliste lohnt sich immer. Was genau du dabei beachten solltest und was Zeichen von guter Qualität sind, kannst du in diesem Beitrag erfahren.
Und was ist jetzt besser?
Das kommt darauf an, was du kochst: Wenn du ein kräftiges, dunkles Aroma möchtest, nimm Balsamico. Wenn du etwas Helles, Frisches und Feines suchst, nimm Condimento Bianco.
Beides hat seinen Platz in der Küche. Es geht also nicht darum, welches Produkt „besser“ ist. Es geht darum, welches besser zu deinem Gericht passt.

Unser Balsamico und Condimento Bianco
Unser Aceto Balsamico di Modena IGP und unser Condimento Bianco kommen von der Acetaia Marchi aus Modena. Die Familie arbeitet seit über 100 Jahren in mittlerweile vierter Generation mit den Trauben der eigenen Weinberge und stellt daraus die weltberühmten italienischen Essige her.
Die Zutaten beider Produkte stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Der Balsamico und der Condimento kommen ohne Farbstoffe, Verdickungsmittel, Konservierungsstoffe, Süßstoffe oder zugesetzte Sulfite aus. So schmecken die Essige natürlich – genau so wie es sein soll.
Häufig gestellte Fragen
Ist Condimento dasselbe wie weißer Balsamico?
Im Alltag wird Condimento Bianco oft weißer Balsamico genannt, dabei sollte es dieses Wort streng genommen gar nicht geben: Denn Balsamico ist immer dunkel. Das, was hell ist, ist kein Balsamico, sondern Condimento. "Weißer Balsamico" hat sich aber über die Jahre in unsere Alltagssprache integriert, meint also unseren Condimento Bianco.
Was ist der Unterschied zwischen Balsamico und Condimento?
Balsamico ist dunkler, kräftiger und unterliegt – zumindest in Italien bei IGP und DOP – stärkeren Regelungen. Condimento ist ein Würzmittel auf Basis von Traubenmost und Essig, bei dem es weniger feste Vorgaben gibt.
Was ist besser für Salat?
Für kräftige Salate passt dunkler Balsamico gut. Für helle, frische Salate ist Condimento Bianco oft besser geeignet, da er feiner und milder ist und die Zutaten nicht dunkel färbt.
