Balsamico sieht im Regal oft erstmal ziemlich ähnlich aus: dunkle Flasche, italienischer Name, vielleicht noch ein hübsches Etikett. Aber woran erkennt man wirklich guten Balsamico zwischen diesen vielen Flaschen?
Mit diesen Tipps und Tricks findest du schnell heraus, ob du einen hochwertigen Balsamico in der Hand hast – damit nach dem Kauf nicht die große Enttäuschung auf dich wartet.

Gütesiegel sind ein erster Hinweis
Greifst du zu einem Balsamico mit der Kennzeichnung IGP oder DOP, kannst du schonmal nichts falsch machen. Diese Siegel zeigen dir, dass der Balsamico nach festgelegten Regeln hergestellt wurde und eine echte Verbindung zur italienischen Region Modena hat. DOP ist dabei die strengste, traditionelle Variante mit sehr langer Reifung. Dieser Balsamico besteht ausschließlich aus Traubenmost. IGP ist alltagstauglicher und etwas zugänglicher. Aber egal ob mit oder ohne Siegel: Es lohnt sich immer ein Blick auf die Zutatenliste.
Warum die Zutatenliste bei Balsamico so wichtig ist
Ein schneller Blick auf die Rückseite der Flasche verrät dir viel über Herstellung und Qualität des Balsamicos.
Die Hauptzutat ist Traubenmost
Bei gutem Balsamico sollte Traubenmost an erster Stelle stehen. Warum? Weil dieser Most die natürliche Süße, Fruchtigkeit und Tiefe bringt. Er ist das, was Balsamico von einfachem Essig unterscheidet. Steht Weinessig ganz vorne, ist der Balsamico säurebetonter, die fruchtige Tiefe des Mosts kommen nicht so gut durch.
Das Nonplusultra: Alle Zutaten werden biologisch angebaut, ohne die Verwendung künstlicher Dünger oder Pestizide.

Guter Balsamico kommt ohne Farbstoffe aus
Hochwertige Balsamico-Essige erhalten ihre dunkle Farbe durch das stundenlange Einkochen des Safts der Trauben und die monate- bis jahrelange Lagerung in Holzfässern. Leider kann bei der Farbe auch künstlich nachgeholfen werden, zum Beispiel mit Zuckerkulör (E 150). Steht dieser auf der Zutatenliste, ist das ein Hinweis darauf, dass nachgeholfen wurde.
Vorsicht bei Verdickungsmitteln
Ein guter Balsamico wird, je länger er reift, immer dickflüssiger. Verdickungsmittel können diese Konsistenz künstlich nachahmen. Das sieht dann vielleicht schön sirupartig aus, hat aber nicht dieselbe Qualität und Tiefe. Ein dickflüssiger Balsamico ist also nicht automatisch hochwertig. Entscheidend ist, wodurch diese Dichte entsteht.
Die Süße sollte aus den Trauben kommen
Die angenehme Balance aus Süße und Säure ist ein Zeichen für qualitativ hochwertigen Balsamico. Die Süße sollte dabei aus dem Traubenmost kommen. Wenn zusätzlicher Zucker, Süßstoffe oder Konzentrate auf der Zutatenliste stehen, lohnt sich ein genauerer Blick.
Ein Begriff, der hier besonders oft auftaucht, ist rektifiziertes Traubenmostkonzentrat, kurz RTK. Das klingt zwar erstmal nach Traube, ist aber ein stark verarbeitetes Zuckerkonzentrat und nicht dasselbe wie echter, gekochter Traubenmost.

Weinessig ist besser als Branntweinessig
Aceto Balsamico di Modena IGP besteht aus Traubenmost und Weinessig. Dieser Essig passt aromatisch besser, während Branntweinessig einfacher und im Geschmack weniger fein ist.
Wie schmeckt guter Balsamico?
Am Ende zählt natürlich der Geschmack. Hast du dich für einen Balsamico entschieden, probiere ihn zu Hause am besten pur mit einem Keramik- oder Porzellanlöffel. So schmeckst du den Balsamico möglichst unverfälscht.
Ein guter Balsamico hat Säure, aber sie springt dich nicht an. Er schmeckt fruchtig, leicht süß, rund und angenehm. Er bleibt im Mund, ohne klebrig oder künstlich zu wirken. Diese perfekt ausgewogene Balance aus Süße und Säure ist das, was richtig gute Balsamicos ausmacht!

Unser Aceto Balsamico di Modena IGP
Unser Balsamico kommt von der Acetaia Marchi aus Modena, die auch unseren Condimento Bianco herstellen. Bei ihm steht Traubenmost an erster Stelle. Sowohl die Trauben als auch die Zutaten des Weinessigs kommen aus kontrolliert biologischem Anbau. Und das Beste: Er kommt ganz ohne Farbstoffe, Verdickungsmittel, Konservierungsstoffe, Süßstoffe oder zugesetzte Sulfite aus. Probier ihn am besten selbst mal aus und gönne dir eine kulinarische Reise in das Herz Italiens.
P.S.: Wenn dich interessiert, was eigentlich der Unterschied zwischen Balsamico und Condimento ist und was man wofür verwendet, schau dir diesen Blogbeitrag an.

