Diese Frage erreicht uns in den letzten Wochen besonders oft.
Und die ehrliche Antwort ist leider keine leichte:
Uns fehlt der Rohstoff.
Seit drei Jahren kämpfen die Bauern im Baskenland mit Missernten. Und auch dieses Jahr hat sich daran nichts geändert.
Im Baskenland – bei Ramuntxo auf dem Feld
Im Oktober war Richard noch einmal im Baskenland.
Bei Ramuntxo, unserem Chilibauern, um sich ein eigenes Bild zu machen.
Die Stimmung war spürbar gedrückt. Zum dritten Mal in Folge eine schlechte Ernte hinter sich zu haben, hinterlässt Spuren. Wenn Wetter, Klima und Bedingungen nicht mitspielen, nützt auch die größte Erfahrung wenig.
Unser baskischer Chili ist kein Industrieprodukt. Er ist das Ergebnis von Handarbeit, Geduld und einem bestimmten Klima. Und genau dieses Klima wird immer unberechenbarer.

Was das für unseren baskischen Chili bedeutet
Die gute Nachricht zuerst:
In unserer Grundausstattung und im Entdecker–Probier–Set ist der baskische Chili weiterhin enthalten.
Die weniger gute:
Die verfügbare Menge reicht aktuell nicht für den freien Verkauf.
Wir hoffen sehr, dass sich die Erntesituation verbessert.
Versprechen können wir es nicht.
Ein neues Kapitel: Chili aus Ibiza
Manchmal entstehen neue Wege, die man gar nicht geplant hat.
Eher zufällig sind wir auf ein kleines landwirtschaftliches Projekt auf Ibiza gestoßen. Regenerativ gedacht, nachhaltig umgesetzt. Ursprünglich lag der Fokus auf Zitrusfrüchten – inzwischen auch auf Gewürzen und Chilis.
Die ersten Anbauversuche laufen gut.
Die Trocknung vor Ort ist modern und funktioniert zuverlässig.
Und vor allem: Die Qualität der Chilis hat uns wirklich überzeugt.
Wir haben deshalb erste kleine Bestände gekauft.
Zum Probieren und zum Kennenlernen.
Und um gemeinsam mit den Produzenten weiterzulernen.

Kein Ersatz – sondern etwas Eigenständiges
Ganz wichtig:
Der Chili aus Ibiza ist kein Ersatz für unseren baskischen Chili, sondern etwas eigenes.
Aktuell gibt es ihn gemahlen, in kleinen Chargen und verschiedenen Sorten.
Gleichzeitig wagen wir einen spannenden Test:
Wir prüfen gemeinsam mit dem Projekt auf Ibiza, ob sich die gleiche Sorte wie unser baskischer Chili (Gorria) dort anbauen lässt. Ob sie unter anderen Bedingungen ebenfalls ihr volles Aroma entwickeln kann.
Das ist ein Prozess. Und wir stehen noch am Anfang.
Neugierig geworden?
Dann probiere den Chili aus Ibiza gern aus. Und sag uns unbedingt, wie du ihn findest.
Dein Feedback ist Teil dieses Projekts.
Denn genau so entstehen Dinge bei uns: gemeinsam, Schritt für Schritt.
