Schon gewusst? Auch wenn Kümmel, Kreuzkümmel und Schwarzkümmel einen ähnlichen Namen tragen, sind es drei ganz verschiedene Gewürze. Sie unterscheiden sich im Geschmack, in der Botanik und in ihrer Verwendung in der Küche.
Während Kümmel und Kreuzkümmel beide zur Familie der Doldenblütler gehören, ist Schwarzkümmel gar nicht mit den anderen zwei Sorten verwandt. Er gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Aber worin liegen weitere Unterschiede zwischeen Kümmel, Kreuzkümmel und Schwarzkümmel?
Was ist Kümmel?

Kümmel, auch bekannt als "Echter Kümmel" oder "Gewöhnlicher Kümmel", schmeeckt warm-würzig, leicht süßlich und erinnert etwas an Anis. Er ist besonders in der europäischen Küche bekannt und passt wunderbar zu deftigen Gerichten.
Kümmel wird häufig verwendet für:
- Brot und Brötchen
- Sauerkraut und Kohlgerichte
- Zwiebelkuchen
- Fleischgerichte
- Kartoffelgerichte
- eingelegtes Gemüse
Unser Kümmel stammt vom Bio-Landwirt Eckardt Voigt aus Leisnig, Sachsen.
Was ist Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel, auch als "Cumin" bekannt, schmeckt deutlich anders als Kümmel. Er stammt aus dem Mittelmeerraum und hat ein warmes, erdiges, würziges und leicht scharfes Aroma. Duft und Aroma kennst du bestimmt schon von Currys, denn genau dieser Geschmack macht ihn so typisch für viele Gerichte mit Kichererbsen, Linsen, Reis oder Chili. Er wird deshalb häufig verwendet für:
- Falafel und Hummus
- Currys und Dals
- Tacos und Chili
- Reisgerichte
- Ofengemüse
- Linsen- und Bohnengerichte
Er wird oft in der indischen, mexikanischen und nordafrikanischen Küche verwendet, besonders in Currygerichten, Tacos und Gewürzmischungen. Wir beziehen unseren Kreuzkümmel von der Kooperative Agro Development Farms in Indien. Spannend: Indien ist weltweit mit Abstand der größte Produzent des Gewürzes.
Was ist Schwarzkümmel?

Schwarzkümmel, auch als "Nigella" oder "Jungfer im Grünen" bekannt, hat weder mit Kümmel noch mit Kreuzkümmel etwas am Hut. Er schmeckt nussig, würzig, leicht pfeffrig und bringt eine feine Schärfe sowie eine leichte Bitternote mit. Optisch wird Schwarzkümmel manchmal mit schwarzem Sesam verwechselt. Geschmacklich ist er aber deutlich kräftiger und würziger.
Schwarzkümmel passt besonderes gut zu:
- Fladenbrot und herzhaften Teigen
- Hummus und Dips
- Joghurt- und Feta-Cremes
- Bowls
- Kartoffeln und Linsen
- nahöstlich inspirierten Gerichten
Das Besondere: Normalerweise wird Schwarzkümmel in Ägypten angebaut. Mit der Ölmanufaktur Schalk Mühle aus der Steiermark, Österreich, haben wir einen besonders regionalen Produzenten gefunden.
Kümmel, Kreuzkümmel und Schwarzkümmel im direkten Vergleich
Kümmel schmeckt süßlich, warm und anisartig. Er passt besonders gut zu Brot, Kohl, Kartoffeln und defitgen Gerichten. Kümmel ist außerdem etwas dunkler als sein Verwandter Kreuzkümmel.
Kreuzkümmel schmeckt erdig, würzig und leicht scharf. Er ist ideal für Hummus, Falafel, Currys, Dals, Tacos und Gewürzmischungen.
Schwarzkümmel schmeckt nussig, würzig, leicht pfeffrig und etwas herb. Er passt wunderbar zu Fladenbrot, Hummus, Bowls, Linsen, Ofengemüse und Salaten.

Kann ich Kümmel, Kreuzkümmel und Schwarzkümmel untereinander austauschen?
Auch wenn die Namen recht ähnlich sind, unterscheiden sich die Aromen doch recht stark. Den einen Kümmel mit dem anderen zu ersetzen würde also dazu führen, dass du deinem Gericht eine andere Richtung gibst – und es nicht mehr nach dem "Original" schmeckt. Das kann zu spannenden Kreationen führen, die dir aber nicht unbedingt schmecken müssen.
Fazit: Drei Namen, drei Gewürze, drei Geschmäcker
Kümmel, Kreuzkümmel und Schwarzkümmel klingen ähnlich, haben geschmacklich aber kaum etwas gemeinsam. Deshalb lassen sie sich auch nicht wirklich untereinander ersetzen. Obwohl die drei Gewürze also ähnliche Namen haben, sind ihre Geschmacksprofile und auch ihre Verwendungszwecke unterschiedlich.
3 Rezeptideen zum Ausprobieren
Welche ist deine Lieblingskümmelsorte? Verrat's uns in den Kommentaren.
