Wusstest du, dass Cayennepfeffer eigentlich gar kein richtiger Pfeffer ist?
Der Name lässt es vermuten, aber botanisch stimmt das nicht.
Denn Cayennepfeffer hat mit schwarzem Pfeffer eigentlich nichts zu tun.
Wenn du Cayennepfeffer verwendest, bekommst du gemahlene Chili und zwar ziemlich scharfe.
Warum es trotzdem „Pfeffer“ heißt...
...hat mit der Geschichte der Gewürze zu tun.
Lange Zeit kannte man in Europa im Grunde nur ein scharfes Gewürz: Pfeffer.
Schwarzer Pfeffer war teuer, selten und eines der wichtigsten Gewürze überhaupt. Als mit den Reisen von Christoph Kolumbus die ersten Chilis aus Amerika nach Europa kamen, hatte man für diese neuen Pflanzen noch keinen eigenen Begriff.
Weil sie ebenfalls scharf schmeckten, nannte man sie einfach auch Pfeffer.
Der Name hat sich gehalten – auch wenn er botanisch nicht korrekt ist.
Im Englischen sieht man das bis heute:
Das Wort „pepper“ wird sowohl für Pfeffer als auch für Chili oder Paprika verwendet.
Woraus besteht Cayennepfeffer wirklich?
Wenn du Cayennepfeffer kaufst, bekommst du 100 % Chili. Genauer gesagt: gemahlene Cayenne-Chilischoten.
Es ist also kein Pfeffergewürz und auch keine Mischung, sondern schlicht getrocknete und fein gemahlene Chili.

Welche Chili steckt dahinter?
Cayennepfeffer wird aus der sogenannten Cayenne-Chili hergestellt.
Der botanische Name lautet:
Capsicum annuum var. acuminatum
Die Schoten sind relativ dünn und werden meist etwa 10 bis 15 Zentimeter lang.
Nach der Ernte werden sie getrocknet und anschließend fein gemahlen.
So entsteht das Pulver, das wir als Cayennepfeffer kennen.
Wie scharf ist Cayennepfeffer?
Cayenne-Chili liegt auf der Scoville-Skala ungefähr bei 30.000 bis 50.000 Scoville.
Damit gehört sie zu den deutlich scharfen Chilis, ohne gleich extrem zu sein.
Sie bringt ordentlich Wärme in Gerichte, lässt aber den eigentlichen Geschmack meist noch gut durch.
Trotzdem sagen reine Scoville-Zahlen im Alltag oft wenig darüber aus, wie sich Schärfe beim Kochen wirklich anfühlt. Deshalb haben wir eine eigene, etwas greifbarere Schärfeskala entwickelt.
So lässt sich schneller einschätzen, wie ein Gewürz beim Kochen wirkt.
👉 Wenn du dich tiefer mit Schärfe beschäftigen möchtest, findest du hier mehr dazu:
Schärfe verstehen – von mild bis feurig

Jetzt sind wir neugierig - wofür verwendest du Cayennepfeffer am liebsten? 🌶️
