Würzöl wird in eine Glas-Schüssel gegossen

Welches Öl eignet sich wofür? Vom Braten bis zum Verfeinern

Ein gutes Öl gehört für mich genauso in die Küche wie Salz und Pfeffer. Aber welches nehme ich eigentlich wofür? Darf Olivenöl in die heiße Pfanne? Warum sollte Leinöl lieber kalt bleiben? Und was mache ich mit einem Basilikum- oder Chili-Würzöl?

Bei der Auswahl des richtigen Öls gibt es tatsächlich ein paar Dinge zu beachten. Denn während manche Öle hohe Temperaturen gut vertragen, fühlen sich andere in der kalten Küche wohler. Und dann wäre da noch der Geschmack: Ein paar Tropfen Würzöl können deinem Salat eine ganz neue Richtung geben. 

Aber keine Sorge, du braucht keinen ganzen Schrank voller Öle, um gut zu kochen Ich zeige dir, welches Öl sich wofür eignet, worauf du beim Erhitzen achten solltest und wie du mit dem richtigen Öl dein Gericht noch geschmackvoller machst. 

Regale mit Ölen der ArteFakt-Olivenölkampagne

Welches Öl eignet sich zum Braten?

Beim Braten kommt es vor allem darauf an, wie gut ein Öl Hitze verträgt. Denn nicht jedes Speiseöl eignet sich für hohe Temperaturen. Während manche Öle problemlos in die heiße Pfanne dürfen, solltest du andere lieber erst über das fertige Gericht geben. 
Für den Alltag sind raffiniertes Raps- oder Sonnenblumenöl eine gute Wahl. Beide sind weitgehend geschmacksneutral, vergleichsweise günstig und lassen sich gut erhitzen. 

Aber auch andere Öle, wie Erdnuss-, helles Sesam- oder Kokosöl eignen sich zum Braten.

Kann man mit Olivenöl braten?

Ob Olivenöl in der Pfanne verwendet werden kann, darum ranken sich viele Mythen. Um sie endlich vom Tisch zu schaffen: Ja, mit Olivenöl kann man braten; das Gericht, dass dieses Öl grundsätzlich nicht erhitzt werden darf, stimmt also nicht. Sein Rauchpunkt liegt allerdings mit etw 175 °C niedriger als der raffinierter Bratöle. Auch würde ich nicht unbedingt ein hochwertiges Olivenöl zum scharfen Anbraten verwenden. Einerseits ist es meist teuer als ein einfaches Bratöl. Andererseits gehen beim Erhitzen einige seiner feinen Aromen verloren. 

Mein Tipp: Unsere nativen Olivenöle von der ArteFakt-Olivenölkampagne eignen sich besonders gut für Salate und zum Verfeinern von Gerichten. 

Olivenöl No. 27 der ArteFakt Olivenölkampagne

Welche Öle eignen sich für die kalte Küche?

Jetzt wird es richtig spannend. Denn gerade in der kalten Küche zeigen viele Öle ihr wahres Potential. Wir zeigen dir für die Öle, die wir im Sortiment haben, wofür sie am besten geeignet sind. 

Olivenöl: Der vielseitige Klassiker

Ein gutes Olivenöl bringt seinen ganz eigenen Geschmack mit. Je nach Olivensorte, Erntezeitpunkt und Verarbeitung kann es mild und fruchtig oder kräftig, bitter und leicht scharf schmecken. 
Besonders gut passt es zu Tomatensalat, gegrilltem Gemüse, Antipasti oder dient als Grundlage leckerer Dressings. 

Leinöl: Mild, nussig und am liebsten kalt

Da Leinöl viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält, ist es sehr empfindlich gegnepber Hitze und deshalb nicht zum Braten geeignet. Dafür macht es in kalten Gerichten eine umso bessere Figur. Neben dem Klassiker – Pellkartoffeln mit Quark – passt es gut in Kräuterdips, Dressings oder über bereits gegartes Gemüse. 

Unser Bio-Leinöl aus der Hofmanufaktur vom Huttenberg wird aus Goldlein schonend kaltgepresst. Es schmeckt mild und nussig und hat wenig mit dem unangenehm ranzigen Leinöl gemeinsam, das manche vielleicht schon einmal probiert haben. Wichtig ist bei Leinöl vor allem die Frische: Danilo und sein Team pressen deshalb keine Chargen nach Bedarf. 

Leinöl schmeckt besonders gut zu Quark und Ofenkartoffeln

Schwarzkümmelöl: Für alle, die es kräftig mögen

Das würzige, leicht pfeffrige Aroma von Schwarzkümmelöl ist recht intensiv. Gerade deshalb solltest du es zunächst vorsichtig dosieren. Schon wenige Tropfen können einem einfachen Joghurtdip, Hummus oder einem Salat eine neue geschmackliche Richtung geben. 

Unser Bio-Schwarzkümmelöl entsteht ebenfalls bei Danilo in der Hofmanufaktur vom Huttenberg. Für die klassische Variante verwendet er ägyptischen Schwarzkümmel. Für Extra Stark presst er unseren Bio-Speiseschwarzkümmel, den wir von der Schalkmühle aus der Steiermark in Österreich beziehen.

Würzöle: Die Fusion von Gewürz und Öl

Die Idee hinter Würzölen ist eigentlich ganz einfach: Warum sollte Öl immer nur die Grundlage eines Dressings sein, wenn es auch selbst die Würze mitbringen kann? 
Dafür presst Danilo von der Hofmanufaktur unseren Bio-Basilikum, die Midsommar-Gewürzmischung aus Bio-Zutaten, und Chili & Paprika gemeinsam mit der Rapssaat. Dabei gehen die Aromastoffe in das Öl über und geben ihm seinen charakteristischen Geschmack. 

Öle, wie das Basilikum-Würzöl, das Midsommar-Würzöl oder das Chili-Paprika-Würzöl sind am besten zum Verfeinern bereits fertiger Gerichte geeignet: Ein paar Tropfen über frisch gekochte Pasta, in einen Joghurtdip, über Ofengemüse oder eine leckere Bowl. Auch für Salatdressings, Marinaden oder einfach zum Dippen mit frischem Brot eignen sich Würzöle wunderbar. 

Besonders lecker schmeckt das Öl zu Chilis, Pasta oder Ofengemüse

Wie lagere ich meine Öle richtig?

Auch das beste Öl verliert irgendwann an Geschmack, wenn es falsch gelagert wird. Die größten Feinde vieler Speiseöle sind Licht, Wärme und Sauerstoff. Deshalb solltest du deine Öle möglichst gut verschlossen, dunkel und kühl aufbewahren. Besonders empfindliche Öle wie Leinöl gehören direkt in den Kühlschrank. Nach dem Öffnen solltest du es möglichst zügig verbrauchen, das Mindesthaltbarkeitsdatum findest du auf der Flasche. 
Bei Olivenöl und Würzölen beachtest du am besten die jeweiligen Lagerhinweise auf dem Etikett. 

Welche Öle gehören also in deine Küche?

Du brauchst keine zehn verschiedenen Öle im Schrank, um für jedes Gericht das passende parat zu haben. Ein gutes Öl zum Braten und ein Olivenöl für Salate und kalte Gerichte sind schon eine wunderbare Grundlage. Und wenn du gerne etwas Neues ausprobieren möchtest, würde ich dir außerdem ein Würzöl ans Herz legen. Denn damit kannst du selbst ganz einfachen Gerichten im Handumdrehen eine besondere Note verleihen. 

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