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Cistus und Eisenkraut - Die Wunderkräuter aus Griechenland

Einer griechischen Legende nach berieten sich einst die Götter auf dem Olymp darüber, welche Pflanzen welche Aufgaben übernehmen sollten. Cistus wurde zunächst von den Göttervätern als Heilkraut bestimmt, um die Wunden der gefallenen Krieger zu heilen. Die Göttinnen jedoch verlangten vehement, dass Cistus zur inneren und äußeren Schönheitspflege eingesetzt werden sollte. So erfüllt er nun beide Bestimmungen - heilen und verschönern. Aber nicht nur Cistus, auch das griechische Eisenkraut waren bereits in der Antike heiß begehrt. Ihre besonderen, heilenden Eigenschaften werden noch heute in der Medizin sehr geschätzt. Wie wäre es da bei der herbstlichen Erkältungssaison nicht einmal mit einem warmen, aromatischen griechischen Tee? 

Wenn von griechischer Zistrose gesprochen wird, so handelt es sich in den meisten Fällen um cistus creticus. Jedoch gibt es auch viele andere Cistus-Arten, die in diesem Zusammenhang oft verwechselt werden. Cistus Creticus wächst vor allem im Mittelmeerraum, wo er bereits seit Jahrhunderten per Hand geerntet und getrocknet wird. Auch das griechische Eisenkraut, mit Fachnamen Sideritis clandestina, gehört zu den landestypischen Gewächsen und wurde früher während der Arbeit wild gesammelt und getrocknet. Hirten bereiteten aus den Bestandteilen der Pflanze einen sehr wirkungsvollen Tee zu, den sie tranken, um seine entspannende und stimmungsaufhellenden Eigenschaften zu nutzen. 

Bergtee

Zubereitung von Cistus-Tee

Für den Cistus-Tee etwa 2 gehäufte Teelöffel des Krauts mit etwa 150ml Wasser überkochen. Je nach gewünschter Intensität etwa 2 bis 5 Minuten ziehen lassen. Dabei die Farbe kontrollieren und die Kräuter entfernen, sobald das Wasser zitronengelb leuchtet. Die genutzten Kräuter unbedingt aufheben, denn sie können noch ein zweites Mal aufgebrüht werden. Beim Erkalten des Tees kann sich eine Kammhaut bilden, die den Geschmack verfälscht und ein unangenehmes Mundgefühl auslöst. Mit häufigem Umrühren kannst du dieses Problem jedoch leicht umgehen. Cistus verträgt sich sehr gut mit anderen Teekräutern und kann zum Beispiel auch mit Pfefferminze oder Steviablättern kombiniert werden. Um die volle Wirkung des Tees zu entfalten, sollte er mehrmals täglich heiß getrunken werden. 

Zubereitung von griechischem Bergtee

Im Gegensatz zum Cistus-Tee muss der griechische Bergtee ganze 10 Minuten ziehen, um sein volles Aroma zu erhalten. Bei der traditionell griechischen Variante werden die Kräuter in einem Topf sogar die ganze Zeit über gekocht und anschließend abgeschöpft, sobald sie oben schwimmen. Das Aroma entfaltet sich jedoch auch, wenn er Tee auf herkömmliche Art aufgebrüht wird. Zur Verfeinerung des Geschmacks kann Honig, Zitronensaft oder auch Zimt hinzugegeben werden. Auch als Eistee ist der Bergtee im Sommer sehr erfrischend. 

Griechischer Bergtee


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